GEGENWIND
    Bürgerinitiative     Oedingen-Cobbenrode


Max Mustermann

Musterweg 123

12345 Musterstadt

 

 

 

Bezirksregierung Arnsberg

Dezernat 32 – Regionalentwicklung

Seibertzstraße 2

59821 Arnsberg

 

 

 

                                                                                                                                 xx.xx.2021

 

 

Beteiligungsverfahren zum Regionalplan, räumlicher Teilplan MK-OE-SI

Stellungnahme zur Festlegung von Windenergiebereichen (WEB) – Lennestadt 09.05.WEB.002 östlich Oedingen

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

(mögliche Textbausteine:)

ich wohne in Oedingen / Cobbenrode / Bracht. Dieser Ort befindet sich in ca. zwei Kilometer Entfernung zum geplanten Windenergiebereich. Ich befürchte durch den Ausweis von WEB im Regionalplan und dem damit verbundenen möglichen Bau von Windindustrieanlagen negative Einflüsse für die Gesundheit von uns Anwohnern.

 

1. Lärmbelästigung

 

Der Lärm von Windrädern ist mit dem Lärm vom Straßenverkehr innerhalb von Städten zu vergleichen. Bei uns auf dem Land ist die Geräuschkulisse aber deutlich geringer als in großen Städten. Daher wird der Lärm von Windrädern in ländlichen Gegenden als besonders störend empfunden. Dieser Lärm der Windräder kann krank machen, wenn er dauerhaft und unausweichlich im immer gleichen, stunden-langen monotonen Rauschen auf den Menschen einwirkt. Dies belegen zahlreiche Studien. Wir sind es gewohnt, in der „Stille der Natur zu leben“ bzw. haben uns bewusst den ländlichen Raum als Wohngebiet ausgesucht und nicht eine Großstadt.

Jede Windenergieanlage beziehungsweise jeder Windpark muss die Immissions-richtwerte der TA Lärm (von 1981) einhalten. Windräder sollten nach einer neuen Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchschnittlich 45 Dezibel tagsüber nicht überschreiten. Das ist ein deutlich geringerer Wert, als er nach deutschen Bestimmungen sein darf.

 

 

 

 

2. Schattenwurf

 

Windräder werfen bei Sonneneinstrahlung einen Schatten, wenn sich die Rotorblätter drehen, spricht man von einem bewegten Schatten. Diese werden als sehr störend empfunden. Je nach Umlaufgeschwindigkeit der Rotorblätter verursachen sie einen verschieden schnellen Wechsel von Licht und Schatten. Diese Effekte sind nicht nur in der Landschaft sichtbar, sondern auch in den Wohnhäusern. Unangenehm, wenn nicht gar "nervtötend" ist der Schlagschatten deshalb, weil er sich in Abhängigkeit der Rotoren bewegt und periodische Helligkeitsschwankungen hervorruft.

 

 

3. Eis-Wurf

 

Bei entsprechender Witterung setzen die Rotorblätter Eis an. Dieses kann sich bei anlaufenden Anlagen lösen oder bei Tauwetter auch von stehenden Anlagen herabfallen. Windräder werden zwar heute mit einem Eiserkennungs- und Eisabschaltungssystem ausgestattet, aber dennoch kann nicht mit 100% Sicherheit gewährleistet werden, dass es nicht zu Eis-Wurf kommt. Die Höhe der Anlagen, die Windstärke und die Geschwindigkeit mit der sich die Rotoren drehen, bestimmen die Wurf-Weite. Mehrere hundert Meter sind durchaus möglich.

 

4. Infraschall

 

Nicht jeder Mensch nimmt Infraschall wahr bzw. kann ihn hören. Die meisten Menschen nehmen die tiefen Schallfrequenzen als „Grummeln im Bauch“ wahr. Es gibt mittlerweile zahlreiche Berichte und Untersuchungen, die bestätigen, dass Infraschall die Gesundheit erheblich beeinträchtigen kann. 

Die Umsetzung des Regionalplans wird zu einer erheblichen Infraschallbelastung der betroffenen Siedlungsbereiche führen, hier seien nur exemplarisch die Orte Oedingen, Brenschede, Bracht und Cobbenrode genannt. Die TA – Lärm berück-sichtigt diese Belastung nicht. Untersuchungen zeigen, dass in geräuscharmen Gegenden, und diese liegen in den o.g. Gemeinden vor, das menschliche Ohr sensibler reagiert.

 

Laut der Studie „Der unhörbare Lärm von Windkraftanlagen – Infraschallmessungen an einem Windrad nördlich von Hannover“ (Lars Ceranna, Gernot Hartmann & Manfred Henger, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) Referat B3.11, Seismologie Stilleweg 2, 30655 Hannover), fällt der Infraschall, den ein Windrad produziert, wesentlich langsamer ab als der hörbare Lärm. Wenn der Lärm eines Windrades nicht mehr hörbar ist, wirkt der Infraschall im nicht-hörbaren Bereich noch mit gleicher Intensität. Erst in 10 km Abstand ist der Infraschall eines Windrades nicht mehr nennenswert.

 

 

Ich lege daher grundsätzlich meinen Widerspruch gegen den Ausweis von WEB im Rahmen des Regionalplanes ein, da ich durch den Bau von Windrädern erhebliche Einbußen hinsichtlich meiner Gesundheit und Lebensqualität befürchte.

 

Ich bin aus den genannten Gründen gegen die geplante Ausweisung eines WEB östlich von Oedingen, da der WEB zu nah an den Siedlungsbereich grenzt und ich daher gravierende Einbußen hinsichtlich meiner Gesundheit und Lebensqualität befürchte.

 

Bitte schicken Sie mir eine Eingangsbestätigung zu diesem Schreiben.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Max Mustermann