GEGENWIND
    Bürgerinitiative     Oedingen-Cobbenrode


Max Mustermann

Musterweg 123

12345 Musterstadt

 

 

 

Bezirksregierung Arnsberg

Dezernat 32 – Regionalentwicklung

Seibertzstraße 2

59821 Arnsberg

 

 

 

                                                                                                                                 xx.xx.2021

 

 

Beteiligungsverfahren zum Regionalplan, räumlicher Teilplan MK-OE-SI

Stellungnahme zur Festlegung von Windenergiebereichen (WEB) – Lennestadt 09.05.WEB.002 östlich Oedingen

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

(mögliche Textbausteine:)

ich wohne in Oedingen / Cobbenrode / Bracht. Dieser Ort befindet sich in ca. zwei Kilometer Entfernung zum geplanten Windenergiebereich. Ich befürchte durch den Ausweis von WEB im Regionalplan und dem damit verbundenen möglichen Bau von Windindustrieanlagen zahlreiche negative Einflüsse nicht nur direkt für die Anwohner, die ich nachfolgend erläutere:

 

 

1. Rückbauprobleme

 

Ein Windrad hat eine Lebensdauer von 20 Jahren. Danach muss in den meisten Fällen ein Rückbau erfolgen. Nicht nur das Windrad muss abgebaut werden, sondern auch das Fundament und die Wege müssen wieder zurückgebaut werden.

 

Laut Umweltbundesamt bringt der Rückbau der Windräder sehr große Probleme mit sich und es gibt im Prinzip keine Erfahrungen dafür. Durch den Rückbau der Windräder entstehen mehrere Millionen Tonnen Schrott und Reststoffe, die zum Teil hochgiftig sind und daher schwer zu entsorgen sind, wie z.B. Transformatorenöle, Hydraulik- und Kühlflüssigkeiten. Diese müssen aufwendig entsorgt oder recycelt werden.

 

Ein besonderes Problem stellen die Rotorblätter der Windanlagen dar. Sie bestehen aus sehr schwierigen und nur hochenergieintensiv herzustellenden Epoxidharzen/Carbon (CFK und GFK). Diese dürfen nach Ende der Lebenszeit nicht deponiert werden und können auch nicht recycelt werden. Eine sog. thermische Verwendung („Verbrennen“) ist nur ausnahmsweise möglich und führt erneut zu einem hohen Energiebedarf und Emissionen, diese sind zum Teil toxisch.

2. Brandgefahr von Windrädern

 

Der TÜV-Verband (VdTÜV) zählt nach eigenen Recherchen bis zu 50 gravierende Schäden an Windkraftanlagen pro Jahr. Hierzu zählen nicht nur Brände, sondern z.B. auch Blitzeinschläge oder gebrochene Rotorblätter.

 

Das Gefährliche bei Bränden von Windkraftanlagen sind die in den Rotorblättern verbauten und mehrere Tonnen schwere Carbonfasern. Bei Bränden werden Temperaturen von über 650 Grad erreicht, die Carbonfasern zerlegen sich und erreichen so eine Größe, die beim Einatmen in unsere Lungen eindringen können. Diese Fasern gelten als potentiell krebserregend. In Verbindung mit dem Freisetzen dieser Carbonfasern wird als Schutzmaßnahme für die Feuerwehr- und Rettungseinsatzkräfte die gleiche Schutzausrüstung angeordnet wie bei Unfällen mit radioaktiven Stoffen.

 

Bei den heut zu Tage geplanten Windrädern würde sich der Brandherd in einer Höhe von bis zu 250 Metern befinden. Dadurch wäre in einem Brandfall mit einer weitreichenden Kontamination durch Carbon und andere „fiese Fasern“ zu rechnen. Dieser Kontamination wären die hiesigen Hilfskräfte, die Bevölkerung in der Umgebung der geplanten Windkraftanlagen und die Natur im Gefahrenfall schutzlos ausgeliefert.

 

Der Regionalrat wird seine Verantwortung nicht gerecht, wenn er diese möglichen Gefahren bei dem Ausweis von WEB nicht hinreichend Berücksichtigt.

 

 

3. Keine bzw. kaum Speichermöglichkeiten

 

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist es den Produzenten von Ökostrom garantiert, dass ihr Strom zu jederzeit ins Netz eingespeist werden kann. Bei z.B. starken Küstenwinden reichen die Netzkapazitäten nicht aus, der produzierte Strom kann also nicht „abtransportiert“ werden. Da so gut wie keine Speichermöglichkeiten für Strom bestehen (wenn dann nur mit sehr hohen Umwandlungsverlusten) müssen in der Folge Windräder abgestellt werden. Für diesen nicht produzierten Strom erhalten die Betreiber Entschädigungen. Diese Entschädigungen kosten die deutschen Verbraucher Jahr für Jahr hunderte Millionen Euro.

 

Häufig werden auch Stromüberschüsse an Nachbarländer verkauft, verschenkt oder sogar zu einem Negativpreis verkauft. Um dieses verramschen des Stroms zu verhindern müssen Speicher- und Umwandlungsmöglichkeiten geschaffen werden und der Ausbau der Stromnetze erweitert werden. Es macht keinen Sinn, immer mehr und immer höhere Windkraftanlagen zu bauen. Wenn kein Wind weht produzieren sie keinen Strom und wenn zu viel Wind weht müssen sie abgestellt werden. Windenergie kann, wenn überhaupt, nur einen sehr geringen Beitrag zur Grundversorgung mit Strom beitragen.

Wie hat der Regionalrat diesen Sachverhalt bei der Planung der Windenergiebereiche im Regionalplan berücksichtigt?

 

 

Ich lege daher generell meinen Widerspruch gegen den Ausweis von WEB im Rahmen des Regionalplanes ein.

 

Ich bin aus den genannten Gründen gegen die geplante Ausweisung eines WEB östlich von Oedingen.

 

Bitte schicken Sie mir eine Eingangsbestätigung zu diesem Schreiben.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Max Mustermann